Unsere
Ausbildung zum Rettungshund
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Schon im zarten Alter von 9
Wochen hat unsere Ausbildung zum Rettungshund begonnen.
Jedes Wochenende ging es bei Wind und Wetter früh
Morgens ins Trainingsgebiet. Unsere Trainingsgebiete
sind verschiedene Waldgebiete im ganzen Saarland. Im
Trainingsgebiet angekommen, werden wir in verschiedene
Gruppen eingeteilt und los geht`s. Wir Kleinen lernen
als erstes in einer Kontaktübung,daß es sich auf jeden
Fall lohnt, zu verschiedenen Helfern zu laufen. Dort
angekommen gibt es immer ein tolles Spiel oder eine
super leckere Belohnung. Bei dieser spielerischen Übung
lernen wir, daß Menschen für einen zukünftigen
Rettungshund das absolute Highlight sind. Es gibt auch
schon kleine Witterungsübungen, damit wir lernen unser
Näschen einzusetzen. Dazu werden einige Helfer in
größerem Abstand ca. 2-3 Meter vom Weg aus in den Wald
gesetzt. Wir gehen dann mit unserem Hundeführer am Weg
entlang. Und plötzlich, was ist das, da sitzt doch ein
Mensch, da muß ich mal schnell hin. Und siehe da, der
hat wieder eine ganz tolle Belohnung für uns. So lernen
wir langsam und spielerisch unsere Nase einzusetzen, um
zum Erfolg zu kommen. Später wird das Suchgebiet dann
immer größer und schwieriger.
Anzeigen
Es gibt 3 Anzeigearten um im Ernstfall dem Hundführer
deutlich zu sagen, ich habe die vermiste Person
gefunden.
1. Verbellen: Wir melden durch kräftiges,
langanhaltendes Bellen bei der vermissten Person unseren
Fund und warten bis unser Hundeführer bei uns ist.
2. Freiverweis
Der Hund sucht die vermisste Person, kommt zum
Hundführer zurück und zeigt duch Anbellen, Stoßen, bei
Fuß sitzen oder anderswie an, daß er gefunden hat.
Danach leint der Hundeführer den Hund an und läßt sich
zu der Person führen.
3. Bringseln
Auch hier sucht der Hund die Person selbständig, nimmt
bei Fund ein kleines Apportel in den Fang und läuft zum
HF zurück. Am Bringsel im Fang erkennt der HF, daß der
Hund gefunden hat, leint ihn an und geht mit dem Hund
gemeinsam zum Opfer.
Lenkbarkeit
Lenkbarkeit heißt, wir sollen in eine bestimmte Richtung
zu einem bestimmten Punkt laufen. Und das geht so:
Unsere Zweibeiner stellen in einem größeren Abstand
Eimer, Pylonen oder andere Gegenstände auf. Danach
dürfen wir zusehen wie einzelne Leckerchen auf die
Gegenstände gelegt werden und wir mit dem Komando voran
oder hinüber zu den Gegenständen laufen, wo wir eine
kurze Zeit verweilen sollen. Im Wald verstecken sich
Helfer hinter einem Baum und springen im gleichen
Moment, in dem wir unser Komando bekommen, mit viel
Jubel und Action hinter dem Baum hervor. Beim Helfer
angekommen werden wir natürlich super viel gelobt und
belohnt. Diese Übungen dienen dazu, uns im Einsatz in
für unsere Hundeführer unwegsame Gebiete zu schicken.
Wenn wir all diese Übungen gut können, werden sie
zusammengesetzt und es erfolgt daraus eine komplette
Suche mit Anzeigen der Opfer.
Gerätearbeit Auf unserem Geräteplatz in Püttlingen,
werden wir an verschiedene Untergründe gewöhnt, lernen
Leitern hochzugehen und zu Überqueren. Auch eine
wackelige Brücke, eine Wippe, ein Tunnel und schmale
Balken gehören dazu. Bei diesen Übungen müssen wir
langsam und sehr konzentriert arbeiten. Natürlich müssen
wir auch da unbedingt unseren Hundeführern vertrauen und
die Hör- und Sichtzeichen vertrauensvoll befolgen.
Auch nachdem unsere Ausbildung beendet ist und wir die
Prüfung zum Rettungshund bestanden haben, müssen diese
Trainingseinheiten immer wieder geübt und weiter
gefestigt werden, um für den Einsatz fit zu bleiben.
Nachdem ein RH-Team die Rettungshundeprüfung bestanden
hat, muß es noch eine Einsatzüberprüfung bestehen um an
Einsätzen teilnehmen zu können. Und jedes Jahr gibt es
eine Wiederholungsprüfung um die Einsatzfähigkeit des
RH- Teams zu bestätigen.
Weitere Info`s hier
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